Kirche Rosenthal und Kapelle Mariahilf

Katholische Kirche St. Simon und St. Judas (auch Maria Himmelfahrt)

Die Rosenthaler Kirche hatte ursprünglich nur das Patrozinium St. Simon und St. Judas. Während des 30-jährigen Kriegs wurde die Kirche, weil angeblich von Ketzern entweiht, neu eingeweiht und erhielt das zusätzliche Patrozinium Maria Himmelfahrt.

Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Wir berichteten darüber auf unserer Facebookseite „Förderkreises Katholische Kirche Maria Himmelfahrt Rosenthal e.V.“ die man unter dem Suchbegriff @KircheRosenthal im Web findet. Auf diesem Facebook-Account kann man die Baugeschichte nachlesen und die Fotos von den Bauarbeiten einsehen. Eine Zusammenfassung der Geschichte der Kirche ist im Heimatblatt des Jahres 2023 (deutsch und tschechisch) enthalten; darunter auch die wesentlichen Instandsetzungsarbeiten. Hier gehts zum Heimatblatt:

Kapelle Mariahilf

Die Gemeinde Rosenthal im Böhmerwald / Rožmitál na Šumavě unter der Leitung von Bürgermeisterin Alena Ševčíková entschied, dass die Gemeinde die Kapelle ab Anfang 2012 wieder errichtet. Die notwendige Dokumentation wurde vorbereitet, im Sommer 2013 wurden Bäume in der Nähe der Kirche entfernt und die Zufahrtsstraße vom Dorf wurde repariert.

Der Wiederaufbau des Kirchendachs wurde 2014 von der Gemeinde Rosenthal im Böhmerwald mit Hilfe eines Zuschusses aus dem Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums organisiert.

Mehr als zehn lange Jahre bemühten sich die Verantwortlichen der Gemeinde Rožmitál na Šumavě um die Genehmigung der weiteren Instandsetzung. Letztes Jahr dann die sehnsüchtig erwartete Mitteilung, dass das Ensembles „Kapelle Mariahilf und der Kreuzweg“ verhaltenswert ist. Es ist entschieden, dass das Gebäude erhaltungswürdig ist und in die Liste der Kulturdenkmäler aufgenommen wird. Der Denkmalschutz in Tschechien wird vom Kulturministerium koordiniert, das dafür das Nationale Denkmalinstitut (NPÚ) eingerichtet hat, eine Fachbehörde für staatliche Denkmalpflege. Es gibt über 40.000 unbewegliche Denkmäler und der tschechische Staat investiert stark in deren Erhalt, oft mit Unterstützung der EU. Der NPÚ pflegt die zentrale Liste der Kulturdenkmäler (ÚSKP) und erarbeitet Richtlinien und verbindliche Vorgaben für die zuständigen Behörden; für Rožmitál na Šumavě liegt die zuständige Stelle für Umwelt, Denkmalpflege und Raumplanung in Kaplitz (Kaplice) – möglicherweise ist diese Stelle mit der unteren Denkmalschutzbehörde in Deutschland vergleichbar.

Noch in diesem Jahr 2026 sollen die Instandsetzungsarbeiten der Mariahilf-Kapelle auf dem Kuhberg (auch Kirchberg genannt) beginnen. Diese Arbeiten werden auch im oben genannten Facebook-Account dokumentiert.

Hier geht es zu weiteren Angaben der Kapelle Mariahilf mit zahlreichen Fotos (240 Stück) von der Ruine und dem Bau des neuen Daches.